Aquileia (Italien), 15. Juli 2026 — Erstmals seit fast sieben Jahrhunderten werden die drei erhaltenen Teile des Markusevangeliums, eines der bedeutendsten Kodizes des mittelalterlichen Europas, gemeinsam in Aquileia zu sehen sein.
Vom 12. September 2026 bis zum 25. April 2027 zeigt Palazzo Meizlik die Ausstellung „DAS MARKUSEVANGELIUM. Sieben Jahrhunderte. Drei Fragmente. Eine europäische Geschichte". Diese vom italienischen Kulturministerium und der Region Friaul-Julisch Venetien geförderte Initiative der Fondazione Aquileia entstand in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Aquileia, der Basilika von Aquileia, dem Archäologischen Nationalmuseum von Cividale del Friuli (Teil des Museo storico e Parco del Castello di Miramare – Regionaldirektion der Nationalmuseen von Friaul-Julisch Venetien), der Markusbasilika in Venedig, dem Metropolitankapitel von St. Veit in Prag, dem Archiv der Prager Burg bei der Kanzlei des Präsidenten der Tschechischen Republik sowie dem Erzbistum Prag.
Das Projekt ist das Ergebnis einer umfassenden kulturdiplomatischen Arbeit der Fondazione Aquileia, die einen Dialog zwischen italienischen und tschechischen zivilen, kirchlichen und musealen Institutionen aufgebaut und damit ein Vorhaben von außerordentlichem wissenschaftlichem und symbolischem Wert ermöglicht hat. Zu den bedeutendsten Elementen zählt die Leihgabe des Fragments, das dem Metropolitankapitel von St. Veit in Prag und dem Domschatz gehört; es gilt als unteilbares Erbe des Staates und seines Volkes und wird erstmals das tschechische Staatsgebiet verlassen.
Aquileia ist der Ort, an dem diese Geschichte ihren Anfang nahm. Als „Splendida Civitas" der Spätantike und, im frühen Mittelalter, größte Diözese Europas war das Patriarchat von Aquileia eine Brücke zwischen Rom, Byzanz, dem Heiligen Römischen Reich und der slawischen Welt und eines der wichtigsten geistlichen, politischen und kulturellen Zentren des Kontinents. Gerade diese historische Bedeutung hat es möglich gemacht, die drei Fragmente am selben Ort wieder zu vereinen, und bestätigt die UNESCO-Welterbestätte Aquileia als Knotenpunkt eines Beziehungsnetzes, das bis heute Institutionen, Kulturen und Länder Europas miteinander verbindet.
Mehr als eine antike Handschrift ist das Markusevangelium eines der bedeutendsten Zeugnisse der mittelalterlichen Kultur. Die historische Forschung datiert die Entstehung dieses als Autograph des Evangelisten Markus verehrten Evangeliums ins 6. Jahrhundert. Nach jahrhundertelanger Aufbewahrung in Aquileia wurde das Evangelium zerteilt, und seine drei Teile nahmen unterschiedliche Wege. Die Ausstellung erzählt diese Geschichte und stellt die Einheit einer Erzählung wieder her, die zum kulturellen Erbe Europas gehört.
Das Projekt und das Programm der wissenschaftlichen und vermittelnden Veranstaltungen der Ausstellung werden am Donnerstag, den 10. September 2026, in Rom der italienischen und internationalen Presse vorgestellt.
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DAS MARKUSEVANGELIUM. Sieben Jahrhunderte. Drei Fragmente. Eine europäische Geschichte
Palazzo Meizlik
via Patriarca Popone 7, Aquileia (Udine)
12 Sep. 2026 – 25 Apr. 2027
Link zu den Bildern: https://drive.google.com/drive/folders/1xjudl6i7KiTaAJhaJ_tKzZSQJA9Oy1Wn
Info:
www.ilvangelodimarco.org www.fondazioneaquileia.it
Leiterin Presse und Kommunikation, Fondazione Aquileia
Erica Zanon | E-mail erica.zanon@fondazioneaquileia.it | M. +39 349 0557187
Pressestelle der Ausstellung – Italien
ARTE.it
Matteo Alessandrini | E-mail matteo.alex@me.com | M. +39 366 6282947
Pressestelle der Ausstellung – Tschechische Republik
Lucie Bednárová | E-mail media@fondazioneaquiliea.it | M. +420 724 332932


